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Sonntag, 11. Jul 2010

Dittmar Werner verstorben - Gedicht der Woche

 
Liebe Mitglieder und Leser,
 wie wir erst jetzt erfuhren anlässlich einer Zeitschriftenrücksendung, lebt der Schriftsteller und Lehrer Dittmar Werner nicht mehr.
Er beschloß - nach schwerer Krankeit scheinbar  erholter - seinem Leben ein Ende zu setzen. Er verstarb am 6. Januar 2010.
Alle, die ihn  jemals gelesen oder getroffen haben (so wie ich, als ich jung war), möchten […]

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Montag, 21. Dez 2009

Gedicht der Woche

Dieser Stern
 

Als mich dieser Stern aufbrach
Wurde ich fürs Leben wach
Fand in ihm der Liebe Samen
Sagte Dank und sagte Amen
 
Aus dem Stern kommt alles Gute
Und mir wurde froh zu Mute         
Dass der Stern ein Gotteszeichen
Mich auf Erden zu erreichen
 
Erdenkind wurd’ Gotteskind
Geist, Vertrauen, alles find’t
Kind und Frau und Mutter und Großmama
Alles aus dem ewig-göttlichen JA
 
Ich […]

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Samstag, 19. Dez 2009

Renate Weidauer - Gedicht der Woche

Weihnachtstraum
 
 
Erinnerungslametta
verstaubt grau
an den Weihnachtsbäumen der Kindheit.
Erloschen der Glanz;
abgefeiert
verliert der Baum
seine grün-lebendigen Nadeln.
Damals schienen mir
die Kerzen heller,
Abglanz des Sterns.
Die Spannung des Wartens
erloschen – schon lange.
Jetzt bemühe ich mich
um vergangene Gefühle
und rufe mir
den Silberglanz
zurück:
abgelegte Träume.
 
Jubelten nicht damals
die Lieder lauter?
Müssen wir erst wieder
werden wie die Kinder
- Seine Kinder -
                                                           damit uns Weihnachten
                                                                       leuchtet?

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Montag, 7. Dez 2009

Weihnachten - Gedicht der Woche

Renate Weidauer
     

                    Stern von Bethlehem
  Ich weiß nicht:
wäre ich dem Stern gefolgt
durch Wüstenin ein fremdes
unbekanntes Land?
Ob ich dem Stern vertraut?
Ich weiß es nicht –
ob er das Licht
in mir entzündet
 – sodass die Antwort
IHM entgegengeht?  

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Weihnachten - Mundart - Gedicht der Woche

Weihnachta
A klois Kendle em ma Schdall
zoigt sai Lächla, seine Gnad
geit au mir von Fall zu Fall
en große Nöta einen Rat
s` wird mir richtig warm oms Herz
Ben i grad no traurig gwäasa
isch etz fut dr ganze Schmerz
En daim Lächla kloines Kendle
han i scho dr Hemmel gsäah
Broiteschet aus au Deine Hendla
s`ìsch au heit […]

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Donnerstag, 29. Okt 2009

Gedicht der Woche

Renate Weidauer  
 
Satzspielerei

Nur ein Satz:
Einsatz
wer erhöht ihn?
Im Ansatz ersetzt
Ersatzlösung,
Umsatz fördernd,
versetzt der Zusatz.
Gegensatz.
Fahrbar der Untersatz.
Aller Vorsatz vergeblich,
besetzt jeder Absatz -:
Umsatz – Absatz
Wort für Wort
wird zum Wurmfortsatz.
Hauptsache: Hauptsatz
kein Beisatz
vielleicht Nachsatz;
blasenbildender Aussatz.

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Sonntag, 21. Jun 2009

Spruch der Woche

Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.
Edmund Burke

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Sonntag, 7. Jun 2009

Gedicht der Woche

Sommer
 
Der Winter ging, der Sommer kam,
er bringt aufs Neue wieder
den viel beliebten Wunderkram
der Blumen und der Lieder.
Wie das so wechselt Jahr um Jahr,
betracht ich fast mit Sorgen.
Was lebte, starb, was ist, es war,
und heute wird zu morgen.
Stets muss die Bildnerin Natur
den alten Ton benutzen
im Haus […]

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Dienstag, 2. Jun 2009

Gedicht der Woche

Hugo von Hoffmansthal
Des alten Mannes Sehnsucht nach dem Sommer

Wenn endlich Juli würde anstatt März,
Nichts hielte mich, ich nähme einen Rand,
Zu Pferd, zu Wagen oder mit der Bahn
Käm ich hinaus ins schöne Hügelland.
Da stünden Gruppen großer Bäume nah,
Platanen, Rüster, Ahorn oder Eiche:
Wie lang ists, daß ich keine solchen sah!
Da stiege ich vom Pferde oder […]

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Sonntag, 15. Mrz 2009

Gedicht der Woche

       Othmar Seidner
        
WIDERSPRÜCHE
Feige sein, ist meine Tapferkeit
die Dummheit, meine Schläue
das Falsche, meine Ehrlichkeit
die Lüge, meine Wahrheit
der Schlaf ist meine Wachsamkeit
der Betrug, meine Treue
der Haß ist meine Liebe
meine Blindheit ist das Sehen.
Das stets zu Späte, meine Pünktlichkeit
die Unlust meine Geilheit
die Trägheit ist mein Eifer
mein Schweigen, die Beredtsamkeit
mein Hunger ist meine Sattheit
die Gier ist meine […]

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Sonntag, 22. Feb 2009

Gedicht der Woche

Hanna Fleiss: Deutsche Arbeiterfrau 1936-1945
(Hanna Fleiss ist IGdA-Mitglied, für ihre Gedichte kann im Rahmen des Friedensblogs, siehe Link,  z.Zt. für den ‘Friedenstext des Monats’ abgestimmt werden).
A.Z.
Als sie deinem Mann endlich
Arbeit gaben nach sieben schrecklichen Jahren,
Zog kleines Glück ein in die Arme-Leute-Stube.
Da gabs wieder nen Happen im Magen,
Sonntags auch Kuchen mit Sahne,
Mal rausfahren an den […]

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Sonntag, 15. Feb 2009

Gedicht der Woche

Quelle: Gottfried Benn, Sämtliche Werke,
Klett-Cotta, 1986
Wohin-
Wohin kannst du mich noch führen,
dem längst die Sterne entfacht,
die Weiten atmen und spüren
die ganze Tiefe der Nacht?
Wovon kannst du mich noch lösen,
dem alles gleitet und rinnt,
die Stimmen, die guten, die bösen,
ihre Schilfe rauschen im Wind?
Wovon gibst du noch Kunde,
wozu, von wem erwählt,
dem in Fäden der Spinne die Stunde,
nur sie, […]

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Dienstag, 3. Feb 2009

Gedicht der Woche

Anlässlich des Todes des Pulitzerpreisträgers John Updike -  + 27.1.2009 - möchten wir eins seiner Gedichte vorstellen aus dem Reisezyklus:
AMERICANA
John Updike/Übersetzung aus dem Amerikanischen: Christian Lux
Lux, Christian Verlag 2008, Wiesbaden
(Poem Begun on Thursday, October 14, 1993, at O’Hare Airport,
Terminal 3, around Six O’Clock P.M.)
Gray within and gray without: the dusk
is rolling west, a tidal wave […]

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Sonntag, 18. Jan 2009

Gedicht der Woche - Nicosia

http://www.zeit.de/2009/01/KA-Gedicht-1
Nicosia
hinter der grenze schlafen die taxis,
in den geräumten häusern
die sandsäcke, satt vom land.
am frühen abend der muezzin
vom nordteil her, und die biertrinker
des südens, die ihm lauschen, schweigend
auf ihren plastikstühlen, hinter ihnen
der kühlschrank, ein summender weißer gott.
dort, in einer seitenstraße, siehst du
den schneider seine sanften stoffe entrollen
wie ein feldherr seine karten,
während draußen die laternen stich um […]

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Sonntag, 21. Dez 2008

Gedicht der Woche

Aus: Der Traum
von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.
Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.
Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab’s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.
Und […]

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Montag, 15. Dez 2008

Gedicht der Woche

Es treibt der Wind im Winterwalde…
Rainer Maria Rilke (1875-1926)
Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird.
Sie lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin bereit
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

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Sonntag, 7. Dez 2008

Gedicht der Woche

Von unserem Mitglied Hanna Fleiss, die bemerkenswerte Gedichte schreibt.
Gefunden unter
http://friedensblog.over-blog.de/
Hanna Fleiss: Denkstein
Hingesprochen,
Dass Ängste so wichen
Aus den Zeiten, unterm Schrei
Aller Grabkreuze der Welt.
Jähes Krampfen des
Steins im Herzen. Gewissheit, der
Versprochne Frieden überdauert nicht
Den Traum von ihm.
Wo Tote schlafen, sanftes
Schwingen des friedlich Gedachten.
Ach, erwachte ich dereinst
Nach den Kriegen.
Ich schlage diesen Text vor als Friedenstext des Monats.

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Sonntag, 30. Nov 2008

1. Advent - Gedicht der Woche

Weihnachtsklang
© Robby von der Espe
Wenn Eisblumen die Fenster zieren,
in dunkler Nacht der Schneesturm tobt,
die tiefverschneiten Wälder frieren,
durch Dachkästen der Winter stobt,
sich weiße Flöckchen heiter tummeln
im Strahl des fahlen Lichts entlang,
die dicken Spatzen ziellos bummeln,
dann streicht um uns der Weihnachtsklang.
Lebkuchenduft wiegt sich im Winde,
verträumte Welt wie bist du schön,
spielst mit mir […]

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Sonntag, 23. Nov 2008

Gedicht der Woche - Nachruf für P. Rühmkorf

Verwaiste Reime - Peter Rühmkorf nachgerufen
http://www.zeit.de/2008/30/KA-Gedicht
© DIE ZEIT, 17.07.2008 Nr. 30
Ein Gedicht von Günter Grass
Vier, fünf Minuten nachdem das Herz stillstand,
der Atem verging,
waren wir bei ihm: noch warm die Stirn,
auf die ich später, als sie erkaltet schon,
drei Tröpfchen Grappa rieb.
Im Schlaf gestorben: schön sein Profil,
das ich zu zeichnen nicht zögerte.
Kein letztes Wort überliefert: Klappe zu!
Auch […]

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Sonntag, 9. Nov 2008

Gedicht der Woche

  Frieden
Ob Frieden ist oder nicht
wird Abend für Abend
mit der Fernbedienung
auf dem Polstersessel entschieden.
Der Daumen, mit eingeübter Abwärtsbewegung,
wählt das lebendige Schlachtengemälde –:
Die säbel-schwingenden Reitereskorten,
den Kriegsglanz der Imperatoren,
Kanonendonner und Pulverrauch;
Schlachtenlärm gleichfalls in der Version
von Flagggeschützen und Panzercorps.
Auge und Ohr saugen sich fest
an den Kugelduellen der Schlitzohren
und Gangsterclans, am blutigen Showdown.
Sie lieben die Gruselparaden
von Killermonstern […]

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Montag, 13. Okt 2008

Gedicht der Woche

Beherzigung
Ach, was soll der Mensch verlangen?
Ist es besser, ruhig bleiben?
Klammernd fest sich anzuhangen?
Ist es besser, sich zu treiben?
Soll er sich ein Häuschen bauen?
Soll er unter Zelten leben?
Soll er auf die Felsen trauen?
Selbst die festen Felsen beben.
Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder, wie ers treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, dass er nicht […]

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Freitag, 10. Okt 2008

Gedicht des Tages

Ehre
Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
Muss in dir selber leben.
Das flücht’ge Lob, des Tages Ruhm
Magst du dem Eitlen gönnen;
Das aber sei dein Heiligtum:
Vor dir bestehen können.
Theodor Fontane 

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Dienstag, 30. Sep 2008

Gedicht des Tages

Des Narren Regenlied
Regenöde, regenöde
Himmel, Land und See;
Alle Lust ist Last geworden,
Und das Herz tut weh.
Graugespinstig hält ein Nebel
Alles Sein in Haft,
Weher Mut weint in die Weiten,
Krank ist jede Kraft.
Die Prinzessin sitzt im Turme;
Ihre Harfe klingt,
Und ich hör, wie ihre Seele
Müde Sehnsucht singt.
Regenöde, regenöde
Himmel, Land und See;
Alle Lust ist Last geworden,
Und das Herz thut weh.
[…]

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Donnerstag, 25. Sep 2008

Ein Herbstgedicht …

… das Generationen von Berliner und Brandenburger Schülerinnen und Schülern auswendig lernen mussten (vielleicht gibt es ja eine Studie über die Höhe des Verzehrs von Birnen in Berlin und Brandenburg)
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit,
Und die Birnen leuchteten weit […]

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Sonntag, 21. Sep 2008

Gedicht der Woche

Der Skorpion, die Schildkröte und die Gans
Eine Traumfabel.
Am weidenreichen Spreegestade,
Wo die gesicherte Najade
Ihr lockigt Haupt noch stolzer trug,
Seitdem in Sachsenland Held Heinrich Feinde schlug;
Am Spreegestade kroch aus einem holen Baum
Ein Skorpion, das glaubt man kaum.
Giebts zu Berlin auch Skorpionen?
Ich dachte, daß sie nur in heißen Ländern wohnen.
Mein Leser, höre doch, ich sah ihn […]

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Montag, 1. Sep 2008

Gedicht zum 1. September

Der Sommer
Noch ist die Zeit des Jahrs zu sehn, und die Gefilde
Des Sommers stehn in ihrem Glanz, in ihrer Milde;
Des Feldes Grün ist prächtig ausgebreitet,
Allwo der Bach hinab mit Wellen gleitet.
So zieht der Tag hinaus durch Berg und Tale,
Mit seiner Unaufhaltsamkeit und seinem Strahle,
Und Wolken ziehn in Ruh’, in hohen Räumen,
Es scheint das Jahr mit […]

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Montag, 11. Aug 2008

Gedicht der Woche

Gedichte sind gemalte Fensterscheiben
Gedichte sind gemalte Fensterscheiben!
Sieht man vom Markt in die Kirche hinein,
da ist alles dunkel und düster;
und so sieht’s auch der Herr Philister:
Der mag denn wohl verdrießlich sein
und lebenslang verdrießlich bleiben.
Kommt aber nur einmal herein!
Begrüßt die heilige Kapelle;
da ist’s auf einmal farbig helle,
Geschieht’ und Zierat glänzt in Schnelle,
bedeutend wirkt ein edler Schein;
dies […]

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Donnerstag, 7. Aug 2008

Die IGdA gedenkt Joachim Ringelnatz an seinem 125. Geburtstag

und hat ein Gedicht herausgesucht, das zu Olympia passt …
Am Barren
Deutsche Frau, dich ruft der Barrn,
Denn dies trauliche Geländer
Fördert nicht nur Hirn und Harn,
Sondern auch die Muskelbänder,
Unterleib und Oberlippe.
Sollst, das Hüftgelenk zu stählen,
Dich im Knickstütz ihm vermählen.
Deutsches Weib, komm: Kippe, kippe!
Deutsche Frau, nun laß dich wieder
Ellengriffs im Schwimmhang nieder.
So, nun Hackenschluß! Und schwinge!
Schwinge! Hurtig um […]

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Freitag, 1. Aug 2008

Gedicht zum August

Das Ährenfeld
Ein Leben war’s im Ährenfeld
Wie sonst wohl nirgend auf der Welt:
Musik und Kirmes weit und breit
Und lauter Lust und Fröhlichkeit.
5 Die Grillen zirpten früh am Tag
Und luden ein zum Zechgelag:
Hier ist es gut, herein! herein!
Hier schenkt man Tau und Blütenwein.
Der Käfer kam mit seiner Frau,
10 Trank hier ein Mäßlein kühlen Tau,
Und wo […]

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Montag, 30. Jun 2008

Fußballgedicht

Fußball
(nebst Abart und Ausartung)
Der Fußballwahn ist eine Krank-
Heit, aber selten, Gott sei Dank.
Ich kenne wen, der litt akut
An Fußballwahn und Fußballwut.
Sowie er einen Gegenstand
In Kugelform und ähnlich fand,
So trat er zu und stieß mit Kraft
Ihn in die bunte Nachbarschaft.
Ob es ein Schwalbennest, ein Tiegel,
Ein Käse, Globus oder Igel,
Ein Krug, ein Schmuckwerk am Altar,
Ein Kegelball, ein […]

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La Palma Kanaren