“Danke für den Spam!” FDP-Internetwerbung – eine peinliche Panne
Von Torsten Kleinz
Mit einer ungeschickten Internetkampagne versuchte die Hamburger FDP vor den Bürgerschaftswahlen zu punkten. Statt Interesse erntet sie Spott - und eine Abmahnung vom Anwalt
Der Hamburger IT-Unternehmer Hanno Zulla staunte nicht schlecht, als er eine Nachricht von einem Unbekannten bekam: “Hallo! Kennst du schon den FDP-Wahlwerbespot für die Bürgerschaftswahlen in HH? Wäre der nicht was für deinen Blog?”, stand in der kurzen Email. Als Absender war ein “Niklas Sörensen” angegeben. Doch nach einer kurzen Recherche fand Zulla heraus: der Absender war erfunden - die Mail stammte von einer Werbeagentur, die im Auftrag der FDP einen Werbespot verbreiten sollte. Als Zulla bei der Partei nachfragte, bekam er eine erstaunlich offene Antwort: „Kennen Sie das Stichwort ‘virales Marketing’?
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Der Wahlwerbespot stieß zwar auf kein Interesse, auf den Spam-Skandal sind die Webblogger jedoch ganz wild. Seit Tagen ist die erfolgreiche Abmahnung der Partei Gesprächsthema in der Blogosphäre. Jetzt erfährt die Hamburger FDP, wie virales Marketing wirklich funktioniert. Die Kunde von der juristischen Niederlage wird von Weblog zu Weblog weitergetragen und hat auch die Massenmedien erreicht.
Auf der Video-Seite YouTube ist jetzt eine Satire auf den FDP-Spot aufgetaucht, für die ein Hamburger den Werbespot mit einer neuen Tonspur unterlegt hat. So erklärt der seriöse Sky du Mont in der Parodie, wie gerne er doch Pornofilme synchronisiert und wie gut das zum Spitzenkandidaten der FDP passe. Der bedankt sich denn auch am Schluss artig mit “Danke für den Spam” – bei den Webloggern kommt sowas an. mehr
5. Mai, 2008 um 05:03
[…] > > valide adresse hat kommt in die serverseitige block-list und > > zukuenftig bounces … > > Wofür stehen eigentlich die Abkürzungen RBL und DUL? Die stehen für: “Der Autor war zu lange bei […]