‚Traurige Hurras und freche Verse’ für das Jahr 2010 – Ein Wettbewerb zu Gedichten aus dem Ruhrgebiet - bis 11.9.2009

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Das Literaturbüro Ruhr und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung schreiben einen Gedicht-Wettbwerb aus

‚Traurige Hurras und freche Verse’ für das Jahr 2010 – Ein Wettbewerb zu Gedichten aus dem Ruhrgebiet

(Ein Projekt des Literaturbüros Ruhr e.V. gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein Westfalen und der Kunststiftung NRW. In Kooperation mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.)

Zwei wichtige Impulse für die deutschsprachige Literatur gingen einst von der Ruhr aus: die (Wieder-)Entdeckung der Arbeitswelt als Gegenstand und Thema literarischen Schreibens und später die Förderung der so genannten Regional-Kriminalliteratur (local crimes) mit vielen spannenden Krimis, die im Ruhrgebiet spielen, aber oft weit darüber hinaus weisen.

Mit dem Ruhrgebiet verbindet man heute mehr Schriftsteller denn je. Auch abseits bundesweit bekannter Autoren wie Max von der Grün, Nicolas Born, Jürgen Lodemann, Ralf Rothmann, Marion Poschmann, Frank Goosen, Fritz Eckenga oder Sabine Deitmer hat sich über die Jahre Erstaunliches getan.

Die Kinder- und Jugendliteratur wurde erwachsen mit Schriftstellern wie Inge Meyer-Dietrich oder Jürgen Banscherus u.a.  Selbstbewusst und mit Esprit tritt auch die Generation junger Frauen auf, deren Eltern einst aus der Türkei kamen. Hinzu kommen immer öfter Autoren als Grenzgänger zwischen Literatur und Journalismus oder Kabarett. Schon längst wird an der Ruhr keine „Ruhrgebiets-Literatur“ mehr geschrieben (was genau sollte das auch gewesen sein?), sondern ganz einfach gute und schlechte Literatur wie überall sonst auch.

Kaum beachtet allerdings wird zurzeit noch die Lyrik, die aus dem Ruhrgebiet hervorgegangen ist und weiter hervorgeht, werden die Lyriker/innen, die ins Ruhrgebiet zogen oder von hier aus aufbrachen, um ihre lyrische Stimme zu entwickeln.

Dabei wären auch hier viele bekannte Namen zu nennen: Hannelies Taschau, Barbara Köhler, Sigrid Kruse, Ernst Meister, Nicolas Born, Ralf Rothmann, Ralf Thenior, Günter Westerhoff, Liselotte Rauner und Hugo Ernst Käufer oder wunderbare Vertreter der komischen Lyrik wie Fritz Eckenga, Günter Nehm und Thomas Gsella oder immer öfter auch junge Poetry Slammer.

Um im Jahre 2010 einmal die Traditionen und die Neuentdeckungen der jüngeren Lyrik in der Metropole Ruhr vorzustellen, schreiben das Literaturbüro Ruhr e.V. (Gladbeck) und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung den Gedichtwettbewerb „Traurige Hurras und freche Verse“ aus, in dessen Rahmen sich jeder Teilnehmer mit maximal drei (3!) Gedichten bewerben darf.

Bitte entscheiden Sie also zunächst selbst, welche Sie für Ihre besten Gedichte halten, bevor Sie sie uns zusenden.

Das Thema „Traurige Hurras und freche Verse“ (auch nach dem Titel „Traurige Hurras“ von Ralf Thenior, der uns dessen Nutzung freundlicherweise gestattet hat) ist bewusst offen gewählt, um den Einsenderinnen und Einsendern die Chance zu geben, unterschiedliche Schreibweisen, Formen und Themen einzubringen.

Ein Lyrikwettbewerb, Interpretationen zu lyrischen Meistern, ein Buch für 52 Wochen des Jahres 2010 und die große Abschlusslesung

Einen Preis wird es im Rahmen des Wettbewerbes „Traurige Hurras“ nicht geben. Jeder Teilnehmer stimmt aber einer möglichen Veröffentlichung eines oder zweier seiner Gedichte in einer Anthologie zu. Im Gegenzug erhält er vier Belegexemplare der Anthologie.

Die Anthologie soll Ende 2009/Anfang 2010 als Lektüre für die 52 Wochen des Jahres 2010 im Rahmen einer großen Abschlusslesung vorgestellt werden. Einzelne Beiträger werden zur Abschlusslesung auch auf die Bühne eingeladen. Sollte mit dem Verkauf der Anthologie über die Druck- und Buchhandelskosten hinaus Gewinn erzielt werden, wird dieser zu gleichen Teilen an alle beteiligten Autoren weitergegeben.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) unterstützt nicht nur den Wettbewerbsteil des Projektes, sondern möchte 2010 regelmäßig Gedichte aus der Anthologie abdrucken. Die Honorare werden von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung mit den Autoren der ausgewählten Gedichte dann gesondert ausgehandelt.

Die Herausgabe unserer Anthologie bleibt davon unberührt.

Das Literaturbüro Ruhr wählt die besten Gedichte des Wettbewerbs aus, die in der Anthologie erscheinen sollen (jeweils nur ein oder zwei Gedichte eines ausgewählten Einsenders).

In dieser Anthologie werden nicht nur die besten Texten des Wettbewerbs abgedruckt, sondern auch Gedichte eingeladener Autoren sowie ausgewählte Gedichte namhafter Autoren, zu denen Schriftstellerkollegen, Literaturwissenschaftler und Journalisten eine Interpretation schreiben werden.

Teilnahmebedingungen:

- Insgesamt darf der Umfang des Typoskripts drei Gedichte nicht überschreiten.

- Es dürfen nur in deutscher Sprache verfasste Typoskripte eingesandt werden, und zwar in vierfacher Ausfertigung.

- Auf dem Typoskript darf kein Hinweis auf den Verfasser zu erkennen sein. In einem gesonderten Umschlag müssen Angaben zu Name, Geburtsdatum und Anschrift des Verfassers beigefügt werden. Jeder Teilnehmer kann sich nur einmal bewerben.

- Die Einsendungen der Gedichte müssen bis zum  11. September 2009 (Datum des Poststempels) an das Literaturbüro Ruhr e.V. erfolgen. Einsendungen per Mail werden nicht akzeptiert.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Anschrift: Literaturbüro Ruhr e.V., Friedrich-Ebert-Str. 8, 45964 Gladbeck

http://www.literaturbuero-ruhr.de

Zusendung weiterer Ausschreibungen: Literaturbüro Ruhr /Sekretariat, Tel.: 02043-992 644.
Weitere Presse-Infos: Gerd Herholz, Tel.: 02043-992 168 / Verena Geiger, Tel.: 02043 992 644

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir aus Kostengründen weder eine Empfangsbestätigung verschicken noch nach Beendigung des Wettbewerbes die Typoskripte zurücksenden können.

Das Literaturbüro Ruhr e.V. wird unterstützt vom Regionalverband Ruhr, der Stadt Gladbeck und dem Ministerpräsidenten des Landes NRW.

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