Computerstories regelmäßig gesucht

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Manuskripte zur Veröffentlichung einreichen

Eine zum Abdruck in c’t geeignete Story sollte in ihren technischen Details wenigstens auf dem Boden der Physik stehen, selbst wenn sie zukünftige Technik und Erkenntnisse thematisiert. Ausnahme: Satiren (wie z.B. in c’t 7/98 und 17/98).
Es sollte sich um ein noch nicht veröffentlichtes Manuskript handeln. Ausnahmen sind im Einzelfall zu besprechen.
Die Länge hängt vom Stoff ab. Bei einer sehr guten Geschichte können wir auch bis zu 40 oder 50 KByte (50000 Anschläge) verkraften, wobei wir dann die Veröffentlichung in zwei Teile splitten. Die Mindestanforderung beträgt etwa 6000 Anschläge für eine einzige c’t-Seite.

Wenn Sie ein Manuskript einreichen wollen, können Sie das in Form eines Email-Anhangs tun oder per Post auf einen Ausdruck auf Papier inklusive Diskette (Format: Word *.DOC oder Text pur *.TXT, ohne Trennungen).
Bitte geben Sie dann auch Ihre Post- sowie Ihre sonstigen Kommunikationsadressen an, die wir vor allem dann benötigen, wenn es zu einem Abdruck Ihres Manuskripts kommt.
Schreiben Sie den Autorennamen, unter dem der Beitrag erscheinen soll, über das Manuskript vor den Titel.
Sie bekommen nach Eingang des Manuskripts zunächst eine Kurzmitteilung zur Bestätigung desselben, die Hinweise zum weiteren Verlauf enthält. Sie können dann online den Werdegang Ihres Manuskripts verfolgen.


20 Jahre c’t-Story

Ende 1987 erschien in c’t 11/87 zum ersten Mal eine Kurzgeschichte (”Ein menschliches System”, von Winfried Czech). Mit dieser Story hatten wir eine neue Rubrik eingerichtet. Dem lagen die Überlegungen zugrunde: Technik an sich ist weder gut noch böse, aber sie ist von Menschen erdacht und wird von ihnen benutzt — und schon treten Effekte auf, die niemand auf der Rechnung hatte. Das ergibt Stoff für spannende Geschichten.

Die neue Rubrik wurde von den Lesern mehrheitlich positiv aufgenommen, und so enthielt zunächst jede zweite, später jede c’t eine Kurzgeschichte: in den vergangenen 20 Jahren kamen 314 Storys zusammen, wovon etwa 30 in zwei Teilen erschienen (Stand November 2007).
Eine stets aktuelle Liste erhalten Sie mit Hilfe des Heise-Registers, wenn Sie dieses Suchprogramm mit dem Stichwort “Story” füttern.)

Obwohl gar nicht ausdrücklich verlangt, erreichen uns fast ausschließlich Geschichten, die zum Genre Science Fiction gehören. Kein Wunder, dass sich unter den Autoren bekannte Namen der SF-Szene finden wie Andreas Eschbach, Herbert W. Franke, Michael K. Iwoleit, Bernd Kreimeier, Helmuth W. Mommers oder Peter Schattschneider, aber auch internationale Größen wie Gregory Benford, Nancy Kress oder Robert J. Sawyer.

Wir freuen uns jedoch besonders darüber, dass wir auch unbekannten Autoren ein Forum bieten konnten für ihre ersten Veröffentlichungen. Allen voran Andreas Eschbach, der mit “Dolls” in c’t 6/91 eine seiner ersten Geschichten veröffentlichte und dafür das erste Honorar seiner Schriftstellerkarriere erhielt. Weitere Beispiele sind Josella Playton (die nach 16 c’t-Storys wieder von der Bildfläche verschwand), Pia Biundo, Uwe Hermann, Niklas Peinecke, Lea Spark, Andrea Stevens sowie Desirée und Frank Hoese. Letztere hatten für c’t eine Geschichtenreihe mit dem Detektiv-Paar Wren und Instant konzipiert, die wir von 2003 bis 2006 in lockerer Folge veröffentlichten. Inzwischen hat das Autorenpaar die Geschichten zu einem Roman verwoben (”Die Zyanid-Connection”, Wurdack Verlag; siehe unter Autoren).

Da es sich nun mal zum größten Teil um SF-Geschichten handelt, kommt es vor, dass c’t-Storys für einschlägige Literaturpreise nominiert werden, und manchmal gab es auch schon einen Preis (siehe Literaturpreis des größten deutschen SF-Clubs, dem SFCD, sowie der Kurd-Laßwitz-Preis; Nominierungen und Preise finden Sie bei den Autoren).

Die Geschichten des SF-Genres spielen meist in ferner Zukunft. In c’t-Storys dagegen sind Handlung und Technik oft nur ein paar Jahre weitergedacht. Der Grund könnte sein, dass viele der Autoren auch c’t-Leser sind. Beste Beispiele: Uwe Post, eine zeitlang sogar Redaktionskollege, oder Josella Playton und Andrea Stevens — beide c’t-LeserInnen seit frühen Tagen. Ein interessanter Effekt. Man kann sich das so vorstellen: Wenn man sich die Fachartikel der c’t als parallel zur Zeitachse liegende Richtungspfeile vorstellt und diese in die Zukunft verlängert, treffen sie dort auf Geschichten, im Prinzip sogar auf unendlich viele Geschichten, von denen wir die interessantesten veröffentlichen.

Für das Aussehen der Stories sorgen übrigens Edith Tötsches (Layout), sowie Susanne Wustmann und Michael Thiele, die seit 1987 für fast alle Stories und Essays die Illustrationen lieferten. Von Anbeginn an bekamen die Storys eine andere Aufmachung als die Fachartikel in c’t. Es ergab sich eine erfolgreiche Symbiose: c’t stellte mit der ständigen Rubrik Story eine kontinuierliches Experimentierfeld für die beiden Illustratoren zur Verfügung. Sie hatten die Möglichkeit und die Freiheit, immer neue Arbeitsweisen und Stilmittel auszuprobieren. In den Anfangsjahren erstellten sie Kollagen aus unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Pappe oder Plastik, die dann vorsichtig verpackt von Dortmund nach Hannover gesendet werden mussten, um hier fotografiert oder eingescannt zu werden. Heute verlassen die Illustrationen den Computer erst über die Druckmaschine.

Letztendlich ist die c’t-Story ein Gemeinschaftswerk von Autoren und Illustratoren — und hätte doch ohne treue Story-Leser keinen Bestand. Allen sagt die Redaktion vielen Dank.


Die AutorInnen

Nachfolgend eine Auswahl von Autoren, die keinem festen Prinzip folgt und beileibe nicht vollständig ist. Sie wird in der gleichen Weise nach und nach fortgesetzt.
Es finden sich eine Reihe bekannter Namen darunter, doch ebenso viele unbekannte von Autoren, die überhaupt zum ersten Mal etwas veröffentlichen oder zumindest zum ersten Mal einen fiktiven Text. Und wir freuen uns mit diesen Newcomer-Autoren, wenn ihre Geschichten dann sogar für SF-Preise nominiert werden.
Während in der Anfangszeit die Autoren überwogen, kommen in den letzten Jahren immer mehr Autorinnen zu Wort. Über das gesamte angebotene Manuskript-Material gesehen gibt es schätzungsweise sogar Gleichstand zwischen den Geschlechtern.

Rotvogel

Josella Playton

Die fleißigste Autorin innerhalb der c’t-Story ist - vielmehr war - Josella Playton; von ihr sind 16 Geschichten in c’t erschienen. Weiterhin finden Sie auf Telepolis eine längere Erzählung von ihr.

Mehr oder weniger alle Geschichten handeln von der unzulänglichen Technik, sprich Software, und davon, dass die Menschen sich allzu bereitwillig zu sehr auf deren Unfehlbarkeit verlassen. Das Gros der Stories entstand in den frühen Jahren, seit es die c’t-Story gibt. Danach widmete sich Josella Playton größeren Projekten .

Vita: Josella Simone Playton wurde am 19. August 1952 in Ullapool in Schottland geboren. Von 1971 bis 1979 studierte sie Biologie, Physik und Informatik in Göttingen und Clausthal-Zellerfeld, begann aber vor Erreichen eines Abschlusses, bei mehreren EDV-Firmen in Süddeutschland zu arbeiten. Ihre schriftstellerischen Ambitionen störten bereits ihr Studium, erste Erfolge stellten sich jedoch erst ab 1989 mit der Veröffentlichung ihrer Geschichten in c’t ein. Lange lebte sie mit ihrem Lebensgefährten in einem kleinen Dorf südlich von München. Mit diesem zusammen hat sie dort seit 1995 das HochSeilNest entwickelt. Heute hat sich Josella Playton — leider — vom Schreiben zurückgezogen und lebt wieder in Schottland.

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